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La Palma |
La Palma ist die nordwestlichste
Insel der
Kanaren, die früher "Glückliche Inseln" genannt
wurden. Sie hat eine Fläche von 729 km² und ist maximal
42
Kilometer lang bzw. 24 Kilometer breit. Auf ihr
leben etwa 85.000 Einwohner (Daten 2003) und
durchschnittlich 3.000 - 10.000 Touristen (s. unten).
Sie gehört zu der
spanischen Provinz
Santa Cruz de Tenerife. Hauptstadt ist
Santa Cruz de La Palma auf der Ostseite der Insel
mit 18.000 Einwohnern. Auf der Westseite befindet sich
die inzwischen größte Stadt der Insel
Los Llanos de Aridane mit ca. 22.000 Bewohnern.
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Geografie und
Geologie
La Palma
liegt etwa 60 Kilometer westlich der kanarischen
Hauptinsel
Teneriffa auf 28°40'
nördlicher Breite und 17°52' Westlänge.
Durch den Westen des Eilands verläuft der frühere
Nullmeridian von
Ferro, der eigentlich durch 20° westliche
Länge von
Paris definiert war. Den Namen gab ihm die 60
Kilometer südlich gelegene kleine Insel
Hierro, die den westlichsten Punkt
Europas darstellt.
Die Verwaltung La Palmas gliedert sich in 14
Verwaltungsbezirke:
Vulkanismus und Vulkangipfel
Die Insel ist
vulkanischen Ursprungs und durch einen in
Nord-Südrichtung verlaufenden Kamm aus Vulkankegeln in
zwei klimatisch unterschiedliche Hälften geteilt. Im
südlichen Teil (Cumbre
Vieja) sind einige Vulkane noch aktiv, der letzte
Ausbruch fand
1971 statt. Der nördliche Teil wird von der
Caldera de Taburiente dominiert, die von einem Ring
von Gipfeln mit Höhen von 1.700 Metern bis 2.400 Metern
umgeben ist. Höchste Erhebung der Insel ist der
Roque de los Muchachos mit 2.426 Metern. Auf seinem
Gipfel befinden sich einige der modernsten
Sternwarten der Welt.
La Palma ist wie alle
Kanaren-Inseln vom
Vulkanismus geprägt. Ihr Alter ist mit etwa 3
Millionen Jahren relativ jung. Vom
Meeresboden in etwa 4.000 Meter Tiefe erhebt sich
die Insel fast 6.500 Meter und besteht zur Gänze aus
verschiedenen vulkanischen
Gesteinen. Immer wieder finden
Ausbrüche statt, zuletzt 1971.
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Historisch dokumentierte Ausbrüche
- 1470-1492 Montana Quemada
- 1585 Tajuya in der Nähe von El Paso
- 1646 Volcán San Martin
- 1677 Volcán San Antonio
- 1712 El Charco
- 1949 Volcán San Juan, Duraznero, Hoyo Negro
- 1971 Volcán Teneguía.
Die Spuren dieser Ausbrüche -
Krater, Aschefelder und kilometerlange
Lavaströme - prägen den Südteil der Insel. Im
Nordteil hat sich aus dem primären Vulkan durch einen
gewaltigen
Erdrutsch eine
Caldera gebildet, die
Caldera de Taburiente, die bei 9 Kilometer
Durchmesser und 28 Kilometer Umfang etwa 1.500 Meter
tief ist. Zugänglich ist sie nur durch die enge "Schlucht
der Todesängste" (Barranco
de las Angustias). Die Caldera ist unbewohnt und nur
zu Fuß zu erreichen. Sie wurde 1954 zum
Nationalpark
Parque Nacional de la Caldera de Taburiente erklärt.
Die vulkanische Aktivität ist eine ständige
Bedrohung. Zwar konzentriert sie sich auf die Südspitze
der Insel und der letzte Ausbruch war 1971. Doch gibt es
Theorien, dass aufgrund der vulkanischen Kräfte der
Westteil der Insel ins Meer abrutschen könnte. Die Folge
könnte ein gewaltiger
Tsunami sein, dessen Flutwellen bis zu den Küsten
Nordamerikas und der
Karibischen Inseln reichen würden
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- Beschreibung: Der Vulkan Teneguía auf La Palma
- Quelle: es:wikipedia.org
- Fotograf oder Zeichner:
[1] (http://es.wikipedia.org/wiki/Usuario:Wesisnay)
- Lizenzstatus: GNU FDL
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Natur, Vegetation und Landschaft
Aufgrund seiner
Entstehung und Lage bietet La Palma eine einmalige
Natur und Landschaft. La Palma ist bekannt als La
Isla verde ("die grüne Insel") und als La Isla bonita
("die schöne Insel"), da sie ganzjährig von grünender
Vegetation bedeckt ist. Diese Üppigkeit verdankt die
Insel den
Passatwinden, die verlässlich Wolken herantreiben,
die beim Überqueren der Insel abregnen oder dichte
Nebelfelder auf den Bergen bilden. Die Feuchtigkeit
dieser Wolken wird von verschiedenen Pflanzen gesammelt.
Die Insel gliedert sich in verschiedene Vegetationszone
- von Lavafeldern über mediterrane Trockenvegetation zu
Kiefernwäldern auf den Höhen und auf der
Nordostseite auch
Lorbeerwälder, die Regenwald ähneln. Unter den
Pflanzen La Palmas findet man ca. 170
Endemiten der
Kanaren, darunter die bekannten
Drachenbäume.
Die Landschaft bildet ein Ensemble in Schwarz (Basalt),
Rot (Lava) und Grün (Vegetation) im Blau des
Atlantik. Sie wird geprägt durch die
Barrancos im Norden, tief eingeschnittene
Schluchten, die das Wasser von den Bergen zum Meer
führen, den Wäldern auf den zentralen Inselbergen und
die Gebiete jüngerer vulkanischer Aktivität im Süden aus
Aschefeldern, erstarrten Lavaströmen und Vulkankegeln.
Geschichte
Steinzeit, Guanchen
und Antike
La Palma wurde im
Neolithikum vom Volk
der
Guanchen besiedelt,
die angeblich groß und
hellhäutig waren. Ob sie
von
Nordafrika
einwanderten, ist unter
Wissenschaftern noch
umstritten. Die Guanchen
lebten auf einer
steinzeitlichen
Kulturstufe und waren in
verschiedenen Clans
organisiert, die die
Insel unter sich
aufteilten. Der
altkanarische Name von
La Palma war
Benahoare.
Die Guanchen sind heute
verschwunden; die
Überlebenden der
spanischen Eroberung
wurden wahrscheinlich in
der europäischen
Bevölkerung assimiliert.
Die zahlreichen Reste
ihrer
Steinzeit- Kultur
sind aber eine
Attraktion der Insel:
Wohnhöhlen,
Grabstätten,
Steinwerkzeuge und die
Petroglyphen -
seltsame, komplexe
Steinritzungen mit
unbekannter Bestimmung.
Am bemerkenswertesten
sind die
steingepflasterten
Königswege, welche
die gesamte Insel
überziehen und die
verschiedenen Regionen
verbinden.
Näheres zu Gesellschaft,
Felszeichnungen und
Religion der Guanchen
erfährt man im
Inselmuseum, im
Besucherzentrum des
Nationalparks sowie
bei La Zarza und La
Zarcita (seit 1998
erster Archäologischer
Park der Kanaren). Die
dortigen Felsbilder
faszinieren durch ihre
Mäander, Labyrinthe
und Figuren. Ein zweiter
Archäologiepark bei
der Höhle von
Belmaco ist mit
knapp 4.000 Jahren die
älteste Fundstelle La
Palmas.
Die kanarischen Inseln
waren möglicherweise
schon im Altertum
phönizischen
Seefahrern bekannt, die
Nachrichten sind
allerdings ungewiss.
Erste Europäer gelangten
im
13. Jahrhundert auf
die Kanaren.
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- Beschreibung: La Palma - Los Tilos im grünen
Nordosten der Insel
- Quelle: selbst fotografiert - September 2000
- Fotograf: Thomas Freibier
- Lizenzstatus: GNU FDL
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- Beschreibung: Kiefernwald am Hang eines Berges
in der
Caldera de Taburiente
- Quelle: selbst fotografiert - Juli 2004
- Fotograf: Philipp Tropschug
- Lizenzstatus: GNU FDL
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Spanische Eroberung
Im Jahre
1312 wurde La Palma von dem Genuesen
Lancelotto Malocello erreicht. Der
kastilische
Graf Hernán Peraza entsandte
1447, nachdem er seine Macht auf
Lanzarote,
Fuerteventura und
El Hierro gefestigt hatte, eine aus drei Schiffen
und 500 Mann bestehende Flotte zu der als unbezwingbar
geltenden Insel La Palma. Aber auch diesem
Feldzug war wie den vorangegangenen kein Glück
beschert: Bei den erbitterten Kämpfen mit den Insulanern
verloren die Spanier 200 Mann.
1492, in dem Jahr als Amerika von
Christoph Kolumbus "entdeckt" wurde, landete der auf
Gran Canaria beheimatete General
Alonso Fernández de Lugo, von dem spanischen
Herrscherpaar
Isabella von Kastillien und
Ferdinand von Aragón dazu ermächtigt, mit einer
Streitmacht von 900 Mann auf La Palma in der Nähe des
Strandes von
Tazacorte. Ihm gelang schließlich die Einnahme der
Insel. Am
3. Mai
1493, dem "Tag der Erhebung des Heiligen Kreuzes",
gründete Lugo an dem Ort, an dem sich die altkanarische
Siedlung
Apunyon (auch Auprón) befand, die Stadt
Santa Cruz de La Palma. Dann begab er sich nach Gran
Canaria zurück, um Vorbereitungen für die Einnahme von
Teneriffa, der letzten der sieben großen Kanarischen
Inseln, zu treffen, die er schließlich nach einem
zweijährigen Feldzug
1496 eroberte.
Die Spanier nutzten die Kanaren als wichtige
Zwischenstation für die Überfahrt nach Westindien.
Ausschlaggebend dafür war die geografische Lage am
Passatstrom, die schon Kolumbus 1491 nutzte. Allerdings
betrat Kolumbus La Palma nie.
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Menschenhandel, Zuckerboom
Schnellen Reichtum bot La
Palma nicht. Es gab weder
Gold noch
Silber oder andere
Bodenschätze. Gewinn versprachen zunächst nur die
Einheimischen – als
Sklaven. Trotz eines päpstlichen Erlasses aus dem
Jahr
1434, in dem
Eugenius IV. die Kanarier zu „freien Leuten“ erklärt
und den Menschenhandel auf den Inseln verboten hatte,
endete ein Großteil der Urbevölkerung von La Palma
gleich nach der Eroberung in der Sklaverei. Schätzungen
zufolge blieben nur rund 300 Familien (1.200 Menschen)
von diesem Schicksal verschont. Diese Palmeros
ließen sich nach und nach
taufen und vermischten sich, nachdem sie ab
1514 den Spaniern rechtlich gleichgestellt worden
waren, rasch mit den
Konquistadoren sowie mit eingewanderten
Portugiesen und
Franzosen. Schon bevor sich der Sklavenhandel auf
der Insel erschöpft hatte, verfolgte
Fernández de Lugo ein weitaus lukrativer
erscheinendes Ziel: den Anbau von
Zuckerrohr, zur damaligen Zeit das gewinnbringendste
Ackerbauprodukt. Europäische Kaufleute, Handwerker, Wein
– und Ackerbauern wurden auf die Insel gerufen, um
Kapital und Arbeitskraft in Zuckerverarbeitungsanlagen
zu investieren. Wie bedenkenlos man dabei mit der
Landvergabe umging, wird an einem Beispiel besonders
deutlich:
1508 verkaufte Juan Fernández de Lugo seine
Zuckerverarbeitungs- – und Bewässerungsanlage von
Tazacorte und Argual an den Andalusier
Dinarte; dieser veräußerte sie ein Jahr später an
die
Augsburger Welser; wiederum ein Jahr später (1510)
gelangten sie in Besitz des Antwerpener Kaufmannes
Jakob Groenenberch (hispanisiert: Jacomo Monteverde),
von dem sie schließlich das
Brüsseler Handelshaus
Van de Valle erwarb.
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Weinbau
Ab
1554 lohnte der
Zuckerrohranbau auf La Palma immer weniger. In
Mittel - und
Südamerika wurde preisgünstiger produziert. Viele
nicht mehr rentable Zuckerrohrplantagen wurden in
Weinfelder umgewandelt. Der vor allem im Süden der Insel
auf jungvulkanischem Boden gedeihende süße
Malvasier wurde das wichtigste
Exportprodukt von La Palma. Hauptabnehmer des
palmerischen
Weines war
England. Bis Mitte des
19. Jahrhunderts dauerte der Siegeszug der
palmerischen Malvasier, dann führte ein sich ändernder
Konsumentengeschmack zum Niedergang des Weinbaues.
Allerdings wird heute wieder mit zunehmendem Erfolg Wein
angebaut, der nicht auf den Massengeschmack zielt.
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Amerikahandel, Piratenüberfälle
Im
16. Jahrhundert bekam La Palma nach
Antwerpen und
Sevilla das
Privileg, mit
Amerika Handel zu treiben. Schnell entwickelte sich
Santa Cruz de La Palma zu einem der wichtigsten Häfen
des spanischen Reiches. So ist es nicht verwunderlich,
dass Santa Cruz de La Palma im Laufe des 16.
Jahrhunderts immer wieder
Piraten anlockte, die sich der Reichtümer der Stadt
bemächtigen wollte. Unter dem Befehl von
François Le Clerc plünderten
1553 Franzosen die Hafenstadt. Was sie nicht
mitnehmen konnten, brannten sie nieder. Nach dieser
Katastrophe wurden Kirchen, Klöster und Häuser größer
und prächtiger wieder aufgebaut. Neue
Verteidigungsanlagen wurden errichtet. So konnte
1585 der Angriff des Engländers
Francis Drake erfolgreich abgewehrt werden. Der
Handel mit Amerika begünstigte das Aufkommen weiterer
Erwerbszweige (Schiffsbau, Herstellung von Segeltuch
etc.). Zahlreiche Kaufleute aus aller Welt kamen nach
Santa Cruz de La Palma und verliehen dem Ort ein
internationales Flair, viele fremdländisch klingende
Straßennamen zeugen noch heute von dieser glanzvollen
Epoche. Der Niedergang setzte bereits Mitte des
17. Jahrhunderts ein. Nach einem Erlass aus dem
Jahre
1657 mussten alle Schiffe auf dem Weg nach Amerika
auf
Teneriffa registriert werden und dort ihre Abgaben
entrichten. Der Handelsverkehr im Hafen von Santa Cruz
de La Palma kam damit nahezu zum Erliegen. Zwar gab
König
Carlos III.
1778 den Amerikahandel für alle spanischen Häfen
frei, doch konnte sich Santa Cruz de La Palma nie völlig
von der Wirtschaftskrise erholen.
(siehe auch:
Santa Cruz de La Palma, für umfangreicheren Artikel)
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Seide, Cochenille und Bananen
Abgesehen von
Piratenangriffen erlebte La Palma weitestgehend ruhige
Zeiten. Von jeder Wirtschaftskrise erholte sich das zwar
bodenschatzlose, aber sehr fruchtbare Eiland immer
relativ schnell. Nach
Zucker und
Wein ließ sich auch mit Bienenwachs und – honig, mit
Tabak sowie mit
Seide gutes Geld verdienen. Bereits seit dem
beginnenden
16. Jahrhundert pflanzte man in La Palma
Maulbeerbäume an, war La Palma führend in der
Seidenherstellung der Kanaren. Die Seidenverarbeitung
der Insel galt sogar als die fortschrittlichste des
Kanarischen Archipels. Um
1830 wurde dann die aus
Mexiko stammende
Cochenille - Laus eingeführt, eine Schildlaus, die
einen begehrten karmesinroten Farbstoff liefert. Mit der
Entwicklung von Anilinfarbe um
1880 war diesem Wirtschaftszweig jedoch nur ein
kurzer Gewinn beschert. Aus dieser Wirtschaftskrise half
schließlich der Bananenanbau, den zwei englische
Gesellschaften,
Elder und
Fyffes, ab
1878 in großem Stil auf die Kanaren gebracht hatten.
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Armut
Das
einfach Volk auf dem Lande profitierte von dem auf La
Palma erwirtschaften Reichtum kaum. Noch im
19. Jahrhundert lebten die meisten Inselbewohner in
strohgedeckten Holzhütten, selbst wohlhabende
Landbewohner konnten sich nur niedrige Bruchsteinhäuser
leisten. Probleme bereitete oft die Versorgung mit
Lebensmitteln. Da man auf der Insel vorwiegend
Monokulturen anbaute, reichte die verbleibende
Ackerfläche für den Anbau von Getreide und anderen
Landwirtschaftserzeugnissen nicht aus. Schon im
16. Jahrhundert musste Getreide – zu hohen Preisen -
importiert werden. Als das Domkapitel von La Palma
einmal seinen Zehnten in Form von Weizen aus dem
Getreidespeicher forderte, weigerte sich die Bevölkerung
einmütig und entschlossen, auf diese Art ihre Steuern zu
begleichen, woraufhin der
Inquisitor über die Insel einen
Kirchenbann verhängte und – infolge einer Missernte
– einige Jahre lang niemand christlich beerdigt wurde.
Die Armut auf dem Lande war so groß, dass in vielen
Familien die „schlecht ernährten und schlecht
gekleideten“ Männer und Frauen, wie
1758 der Missionar
Juan de Medinilla in einem vertraulichen Bericht an
seinen
Bischof schrieb, sonn – und feiertags aus Mangel an
Kleidung jeweils abwechselnd zur
Messe gehen mussten.
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Wirtschaft
Heute
werden auf ca. 3.000
Hektar
Bananen angebaut, zunehmend wird die Landwirtschaft
jedoch mit dem Anbau von
Avocado, Zitrusfrüchten und Gemüse diversifiziert.
Bedeutend ist außerdem der Weinanbau.
Die Landwirtschaft wird durch ein einzigartiges
Bewässerungssystem mit Wasserleitungen und
Tunneln ermöglicht, die das Wasser aus den Bergen in
die agrarisch genutzten Gebiete führen. Diese Tunnel
sind zum Teil hunderte von Metern durch Felsen getrieben
und bringen das Wasser über zehn Kilometer oder mehr in
die bewohnten Gebiete an der Küste.
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Industrie und Handel
Klein- und Kleinstbetriebe
Neben der
Landwirtschaft spielen
Handwerk und
Industrie auf La Palma nur eine
untergeordnete Rolle. Die Insel besitzt
lediglich einige kleine Betriebe, die
Landwirtschaftsprodukte
weiterverarbeiten bzw. Baustoffe oder
Kunsthandwerk herstellen, sowie
einige Baufirmen, die dank des Tourismus
in den letzten Jahren einen Aufschwung
zu verzeichnen hatten. Nur die
Zigarrenfabrik in
El Paso, in der etwa 300 Insulaner
arbeiten, produziert in größerem Umfang
Handel
Der
Export von La Palma beschränkt sich
auf
Agrarprodukte. Alles in allem aber
hat die Insel eine negative
Handelsbilanz, d.h. es wird weit mehr
ein – als ausgeführt. Drei viertel der
Lebensmittel müssen
importiert werden, auch
Zitrusfrüchte wie
Orangen und
Zitronen, ebenso etwa 80 % des
Bedarfs an tierischen Produkten. Andere
wichtige Importwaren, die zum größten
Teil das spanische Mutterland liefert,
sind Rohöl, Konsumgüter, ferner
mechanische und elektrische sowie
Kraftfahrzeuge.
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Tourismus
Entwicklung
Im Jahr
1890 gab es auf La Palma bereits
mehrere Hotels. Vor allem die
erholungsuchenden Engländer
frequentierten Ende des
19. Jahrhunderts und Anfang des
20. Jahrhunderts gern die
westlichste Kanareninsel. Doch einige
Jahrzehnte später ging es mit dem
Tourismus auf La Palma bergab, in
den 1960er Jahren kam er fast ganz zum
Erliegen. In den 1970er Jahren und
Anfang der 1980er Jahre profitierte La
Palma ein wenig vom Massen – und
Chartertourismus auf den beiden
Kanarenhauptinseln
Teneriffa und
Gran Canaria. Erst Ende der 1980er
Jahre waren nach der Erweiterung des
palmerischen Flughafen für den
internationalen Charterverkehr im
Tourismusbereich kräftige Zuwachsraten
zu verzeichnen.
Urlaubszentren
Bei einem Angebot von
etwa 7.500 Betten kann
man auf La Palma noch
nicht von
Massentourismus
sprechen. Es gibt nur
wenige größere Hotels,
vorwiegend werden
Ferienwohnungen in
kleineren Häuschen
vermietet, die im Besitz
von Ausländern sind. Die
meisten Touristen – zu
80 % Deutsche – zieht es
in die Gegend von
Puerto Naos und nach
Los Cancajos.
Deutsche Dauerurlauber
oder Aussteiger haben
sich vorzugsweise etwas
landeinwärts auf der
sonnigen Westseite der
Insel in
Los Llanos de Aridane
und in El Paso
niedergelassen.
Perspektiven
Ob La
Palma
weiterhin
das Ziel
einer
überschaubaren
Anzahl
von
Individualtouristen
bleiben
wird
oder ob
es sich
das
Beispiel
von
Teneriffa
oder
Gran
Canaria
zu eigen
macht,
ist
vorläufig
nicht
abzusehen.
Inselverwaltung,
einzelne
Bürgermeister
und
Umweltschutzorganisationen
hegen
sehr
unterschiedliche
Ansichten
darüber,
wie viel
Touristenbetten
die
Insel
verkraften
könnte.
Die
Zahlen
gingen
einmal
bis zu
80.000
Gästebetten.
Mittlerweite
wird
eine
maximale
Bettenkapazität
von
20.000
angepeilt.
Seit
Mitte
der
1990er
Jahre
kommen
Jahr für
Jahr
etwas
mehr als
140.000
Touristen
(davon
mehr als
100.000
Deutsche)
nach La
Palma,
doch
immer
noch ist
die
exportorientierte
Landwirtschaft
die
Haupteinnahmequelle
der
Palmeros,
der
Tourismus
bildet
nur
einen
weiteren
Devisenbringer
– und so
soll es
nach
Meinung
der
meisten
Inselbewohner
bleiben.
Die
Strände
von
Puerto
Naos und
Los
Cancajos
tragen
die
blaue
Flagge
der
EU
und
erfüllen
somit
einen
gehobenen
Qualitätsstandard.
Heute
wird dem
Besucher
ein
touristisches
Programm
vom
Wandern
bis
Tauchen
und
Mountainbiking
geboten.
Ländlicher
Tourismus
Seit einigen Jahren
setzt La Palma auf den „turismo
rural“ („ländlichen
Tourismus“): Alte
kanarische Bauernhäuser
im Hinterland werden
renoviert, dabei im
inseltypischen Still
belassen und Touristen
als Unterkunft
angeboten. Dieses
Projekt, das mit
EU – Geldern
gefördert wird, hat den
Vorteil, dass nicht neu
gebaut werden muss,
sondern dass man auf
schon vorhandene Häuser
zurückgreifen kann.
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Verkehr
Straßennetz
Mittlerweile ist das
Straßennetz auf La Palma gut 1.200 km lang. Alle
Hauptstraßen sind asphaltiert und, wenn auch
kurvenreich, in gutem Zustand. Lediglich einige
abgelegne Ortschaften im Inselnorden sind nur über Erd–
oder Betonpisten zu erreichen. Die Hauptverkehrsader der
Insel ist die Straße von
Santa Cruz de La Palma nach
Los Llanos de Aridane. Ein Straßenring umläuft die
gesamte Insel.
Schiffsverkehr
Die Bucht der Haupstadt wird seit der
Eroberung der Insel durch die Spanier
als
Hafen genutzt. Von
Santa Cruz de La Palma werden
diverse Fährverbindungen zu den
Nachbarinseln und zum spanischen
Festland, mit Zwischenstopps auf
Lanzarote,
Gran Canaria und
Teneriffa angeboten.
(siehe auch:
Santa Cruz de La Palma, für
umfangreicheren Artikel)
Flugverkehr
Der erste Flughafen
von La Palma bei
Breña Alta nahm
1950 den Betrieb
auf. Die Landepiste
wurde
1970 stillgelegt,
als der in der
Küstenebene südlich von
Santa Cruz de La Palma
gelegene neue Flughafen
fertig gestellt war.
Seit
1987 ist er der
sechste internationale
Flughafen der
Kanarischen Inseln. Er
wird mehrmals
wöchentlich von mehreren
europäischen
Chartergesellschaften
angeflogen. Von den
Flughafen Santa Cruz de
La Palma bestehen
Linienverbindungen zu
den Nachbarinseln und
zur spanischen
Hauptstadt
Madrid, die durch
die spanische
Fluggesellschaft
Iberia bedient wird.
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- Beschreibung: Das Roque de los Muchachos
Observatorium
- Quelle: aus der französischen Wikipedia kopiert
- Juli 2004
- Fotograf:
fr:Luc Viatour
- Lizenzstatus: GNU FDL
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Quellenangabe:
Dieser Text basiert auf dem Artikel
La Palma aus der freien Enzyklopädie
Wikipedia und
steht unter der
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In der Wikipedia ist eine Liste der
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