Die
Vegetation und damit das Landschaftsbild der Insel
wird - wie auf den meisten kanarischen Inseln - bestimmt
durch den
Passat, einen feuchten, das ganze Jahr über mehr
oder weniger konstant wehenden Nordostwind. Er bringt
mit seinen Wolken den Nordhängen der Insel viel
Feuchtigkeit, die eine
Lorbeerwald- und teilweise üppige
Gebüschvegetation begünstigt, während an der
Südseite erheblich weniger Niederschläge fallen und dort
nur eine entsprechend karge Pflanzenwelt gedeiht. Nur in
den höheren Lagen der Südseite trifft man eine
ausgedehnte
Kiefernwald-Region an, in der es sich wunderschön
wandern lässt. Im Gebiet um den an der Südspitze
gelegenen kleinen
Fischerhafen La Restinga fehlt die Vegetation fast
gänzlich. Dafür erstrecken sich dort weite
Lavafelder, die dem Besucher eine Fülle von
skurrilen Strick- und Fladenlava-Formen bieten.
Im Inneren der Insel in der Nähe von
San Andres findet sich eines der Wahrzeichen der
Insel, der "arbol santo" oder
Garoé, der heilige Baum der Ureinwohner. Ein kleines
Informationszentrum informiert über Geschichte und
Bedeutung dieses Baumes, der von den Ureinwohnern als
"Wasserspender" genutzt und verehrt wurde.
Weitere Wahrzeichen sind die vom Wind gebeugten
Wacholderbäume ("Sabinas") auf der im äußersten Westen
der Insel gelegenen Hochfläche der
Dehesa und die verschiedenen Fundstätten von
Petroglyphen (Felsinschriften).